WERTEORIENTIERTE KOMMUNALENTWICKLUNG

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VON GRUPPE DREI

WERTEORIENTIERTE KOMMUNALENTWICKLUNG

 

Städte, Kommunen, Regionen... sie alle geben in der Außenwahrnehmung ein Bild ab. Mit dem Begriff „Image“ wird diesem komplexen Bild aber weniger denn je gerecht. Vielmehr geht es um die Frage, welche Werte und welche Zukunft nach außen transportiert werden, weil sie nach innen auch gelebt werden.

Auf der Suche nach der Zukunft fällt es vielen Gemeinwesen momentan schwer, sich vorzustellen, wie wohl nach dem tiefsitzenden Ereignis der Corona-Pandemie eine zukünftige Entwicklung aussehen könnte. Vor allem Klein- und Mittelstädte stehen unter dem Eindruck geschlossener Einzelhandels- und Gastronomie-Betriebe. Geisterhaft erscheinen leere Fußgängerzonen und die Angst geht um, dass dauerhaft die Konsumenten den Innenstädten fernbleiben. Andererseits kann man davon ausgehen, dass es gerade den Klein- und Mittelstädten besser gelingen wird, wieder zu belebten Bereichen zurückzufinden, allein schon auf Grund ihrer für die Besucher überschaubaren Struktur an inhabergeführten Fachgeschäften mit entsprechender Kundennähe und emotionaler Atmosphäre.
Hinzu kommt eine tendenziell romantische Vorstellung der städtischen Bevölkerung vom „Leben auf dem Lande“ und der damit einhergehenden Sehnsucht nach dem menschlichen Maß. Es scheint gerade diese komplexe Gefühlswelt zu sein, die das Virus erzeugt – je länger es uns in Bann hält, um so mehr. Die Konsequenzen für eine Wohlstandsgesellschaft wie Deutschland sind aus unserer Sicht noch nicht absehbar. Selbstverständlich lassen sich verschiedene Szenarien skizzieren, aber schlussendlich bleiben dies derzeit eben Szenarien.

Betrachtet man allerdings die gesamte rationale und emotionale Gemengelage, dann ergeben sich zumindest ein paar Aspekte, die uns in der zukünftigen Kommunal- und Standortentwicklung begleiten werden. Besonders deutlich wird dies bei der Gegenüberstellung der Jahre 2019 und 2020: Von einer fast schon überhitzten Konjunktur ging es innerhalb weniger Wochen in eine Welt des Stillstandes.




 




 



 

 




 
Wer damals noch meinte, einem vorübergehenden Phänomen gegenüber zu stehen, ist mittlerweile eines Besseren belehrt worden. Die als tiefer Einschnitt historischen Ausmaßes empfundene Pandemie zwingt die Menschen innezuhalten. Damit verbunden ist eine Reihe substantieller Fragestellungen:
  1. Verträgt der Planet Erde 9 Milliarden Menschen oder mehr?
  2. Leben wir nach dem menschlichen Maß, oder haben wir eine „Conditio humana“ schlichtweg aus den Augen verloren?
  3. Ist das, was wir hier aus unserem Leben machen, sinnvoll?
  4. Ist unsere Art zu leben und an der Welt Raubbau zu treiben verantwortungsvoll?
  5. Können wir weiterhin eine lineare Ökonomie im Sinne des „immer schneller, besser, weiter“ denken?
  6. Müssen wir nicht vielmehr in zirkulärer Ökonomie denken und Kreisläufe zum Handlungsprinzip machen?
  7.  Können wir die Mobilität der letzten 7 Jahrzehnte so weiter betreiben oder müssen wir „Mobilität“ ganz anders denken?
  8. Ist Globalisierung in Anbetracht unserer Sehnsucht nach Regionalität und Überschaubarkeit etwas Fremdartiges?
  9. Woher beziehen wir in einer zunehmend digitalisierten Welt unseren Arbeitswert und damit unsere Identität?
  10. Wie definieren wir für Städte und Gemeinden Nachhaltigkeit?

Es wäre vermessen, zu behaupten, dass diese Fragestellungen „neu“ sind, aber sie sind auf der kommunalen Prioritätenliste durchaus nach vorne gerückt. Während in der Vergangenheit von der SWOT-Analyse zügig zur Positionierung und zum Leitbild hingearbeitet wurde, stehen aus unserer Sicht nun (nicht erst seit Corona!) Sinnfragen, Wertewelten und Nachhaltigkeits-Aspekte im Vordergrund und müssen mit Bürgerinnen und Bürgern zu einem plausiblen und verantwortungsbewussten Ganzen geformt werden. Der Begriff der „Werteorientierten

Kommunalentwicklung“ ist in den Mittelpunkt gerückt und bildet das Rückgrat einer nachhaltigen Standortposition.
 



 






 

Damit stehen den rationalen Pflicht-Themen inzwischen eine Vielzahl emotionaler Aspekte gegenüber. Die Menschen sehnen sich nach dieser Betrachtung ihres Lebens- und Wohnortes. Sie sind mit Eifer bei Workshops, Video-Konferenzen und ähnlichem dabei. Bürgerinnen und Bürger wurden allein schon durch die Lockdowns und Ausgangssperren enger mit ihrem jeweiligen Wohnort verbunden. Der Rückzug ins Private war und ist trotz aller Entbehrungen positiv besetzt. Die Identifikation mit dem eigenen Wohnumfeld, dem Dorf, der kleinen Stadt, dem überschaubaren Quartier... all das wird sich emotional noch verfestigen.

Transparenz, Plausibilität, Eindeutigkeit – Verlässlichkeit und Konsequenz: Bürgerinnen und Bürger identifizieren sich nicht per se mit ihrer Gemeinde, sie wollen dort Sinnhaftigkeit erkennen und Verantwortung wahrnehmen. So wird aus unserer Sicht die Chance, Menschen zu interessieren, sie zu motivieren und aktivieren auf dem Weg in eine mit ihnen selbst gestaltete Zukunft, für Klein- und Mittelstädte selten so gut sein wie in den kommenden zwei bis drei Jahren.

Die Erkenntnis, dass unser Leben wertvoll ist und deshalb unsere Lebensumgebung ebenso, hat das Bewusstsein der Menschen verändert und für einen Großteil der Bevölkerung klar gemacht:

  1. Nichts muss bleiben wie es ist.
  2. Wie sich die Welt entwickelt, hat auch etwas mit meiner persönlichen Verantwortung zu tun.
  3. Auch die Welt meiner Kinder soll für sie lebenswert sein.

So ist es denn aus unserer Sicht bedeutsam, nachhaltige, werteorientierte und sinnstiftende Themen für die zukünftige Kommunalentwicklung in den Fokus zu nehmen. Bürgerinnen und Bürger haben ja nicht nur erlebt, was es bedeutet, sich in Sicherheit zu bringen, sie haben auch erlebt, was es heißt zur Untätigkeit verdammt zu sein. Entsprechend hoch stufen wir die Bereitschaft zu konstruktiver Zukunftsgestaltung ein.
 

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