
Allerspätestens seit dem Ende des Kalten Krieges zeichnen sich in Deutschland gesellschaftliche Veränderungen gravierenden Ausmaßes ab. Doch lange Jahre wurden Aspekte wie Demografischer Wandel und Globalisierung so behandelt, als wären diese Phänomene diskutabel.
Mittlerweile ist in der Bundesrepublik, wie auch in den meisten anderen europäischen Ländern, eine Polarisierung der Gesellschaft eingetreten. In Deutschland führt dies zu einer immer stärkeren Binnenwanderung. Verkürzt ausgedrückt: Die Intelligenz verlässt den Ländlichen Raum und zieht in die Metropolregionen.
Diese arbeiten ihrerseits mit Nachdruck daran, die Intelligenz des Landes zu bekommen. Programme wie „Kreative Stadt“ oder „Wachsende Stadt“ haben es gezielt auf diese junge, kreative Klasse abgesehen. Sie werden mit den programmatischen drei T‘s gelockt: Technologie, Talent, Toleranz.
Der Wettbewerb unter den Standorten verschärft sich also zusehends.
Für zahlreiche Klein- und Mittelstädte stellt sich die Frage: Zuschauen oder Handeln?